Erdölexport 2017
Erdölförderturm am Horizont

Das weltweit wertmäßig am meisten exportierte Ware ist Erdöl mit einem Gesamtvolumen von insgesamt 1,15 Billionen US-Dollar. Saudi-Arabien ist dabei die historische als auch die aktuelle Nummer eins mit knapp 16% Exportanteil am weltweiten Handel von Erdöl für 2018. Hier geht es direkt zu den TOP 10!

Der gesamte Erdölexport der in den TOP 10 vertretenen Ländern machen mehr als zwei Drittel des weltweiten Exports von Rohöl aus. Aus regionaler Sicht wichtigstes Herkunftsland ist der Nahe Osten, aus dem mehr als 40% des Öls (nach Wert) stammt. 

USA zwar größter Produzent, nicht aber Exporteur von Erdöl

Anzumerken ist, dass die USA zwar die derzeitig unangefochtene Nummer eins unter den weltweiten Erdölproduzenten ist, jedoch lediglich siebtgrößter Erdölexporteur ist. Dies ist dem Umstand zu verdanken, dass die USA eine dermaßen große Inlandsanfrage nach Erdöl haben, dass sie gezwungen sind weiterhin enorme Mengen zu importieren. Der Schieferölförderboom der vergangenen Jahre ermöglichte den USA jedoch eine historisch einmalige Steigerung ihrer Erdölproduktion und erheblichen Verringerung der Importabhängigkeit.

Die Holländische Krankheit als Entwicklungshemmnis für ölreiche Staaten

Festzustellen ist auch, dass die größten Exporteure von Erdöl nicht automatisch reicher sind als jene ohne Erdölvorkommen. Eine Erklärung für dieses Phänomen liefert die „Holländische Krankheit“, welche dann auftreten kann, sobald ein Land über große Rohstoffvorkommen wie Erdöl oder Erdgas verfügt. Dadurch, so die Idee in Kürze, verlässt sich die Regierung und die Einwohner eines Landes zu sehr auf diese Rohstoffsektor und vernachlässigt dabei Innovation und weitere Wirtschaftszweige wie das produzierende Gewerbe. Eine der Möglichkeiten dem entgegenzuwirken ist der Aufbau eines Staatsfonds aufbauend auf den Exportüberschusserlösen durch die Rohstoffe. Diese Kapitalmittel werden dann gewinnbringend im Ausland investiert wie dies heute die meisten der großen erdölexportierenden Länder tun.

Wohlstand insbesondere für ölreiche Länder mit geringer Bevölkerung

Durch ihre vergleichsweise geringe Bevölkerungszahl und der relativ geringen Erdölförderkosten geschuldet, vermochten es insbesondere die Golf-Staaten in den vergangenen Jahren bescheidenen Wohlstand zu erschaffen. Heute gewinnt zunehmend der Tourismus dank subventionierter Staatsairlines und gewieftem Stadtmarketings an Bedeutung sowie deren Rolle als regionalem Unternehmenshub internationaler Unternehmen. Dies soll dazu beitragen ihre Abhängigkeit vom Erdöl an der Wirtschaftsleistung zu verringern. Die “Saudi Vision 2030” Saudi-Arabiens ist beispielsweise ein solcher Plan.


TOP 10 Exportländer von Erdöl 2018

Quelle:
International Trade Centre (ITC).


Christopher

Christopher

Durch mein Interesse an internationalen Wirkungszusammenhängen, und dabei insbesondere Schwellenländern, zog es mich neben dem Studium der Sinologie sowie Volkswirtschaftslehre in weitere Teile dieser Welt, unter anderem China, Hong Kong, Polen, Portugal sowie Mexiko. Meine Leidenschaft ist die global vernetzte Welt, die ich mit euch mit großer Freude teilen möchte!